- Stefan Spiegel
Der Schachclub Viernheim konnte im Bezirkspokal-Nachbarschaftsduell heute einen erfolgreichen Start in das neue Jahr feiern. Gegen die Vertretung des befreundeten Weinheimer Schachklubs gelang ein sicheres, aber vielleicht etwas zu hoch ausgefallenes 3,5:0,5, wodurch gleichzeitig der Einzug in das Halbfinale sichergestellt wurde.
Am Spitzenbrett geriet FM Michael Müller in eine passive und wohl nur schwer zu verteidigende Stellung, profierte später aber von einem Figureneinsteller seines Gegners, wodurch die Partie sofort zu Michaels Gunsten entschieden war. Stefan Spiegel (Brett 2) hatte in seiner Partie immer einen leichten Vorteil und konnte diesen auch beim Übergang in das Endspiel behaupten. Die positionelle Druckstellung konnte Stefan schrittweise weiter ausbauen und entscheidenden Materialvorteil erlangen, ohne dem Gegner irgendwelche Konterchancen erlauben zu müssen.
Zuvor hatte Viernheims Nachwuchsspieler Lorenz Gottschall an Brett 4 in ausgeglichener Stellung remisiert, nachdem sich beide Spieler in dem etwas unorthodoxen Stellungstyp keinen echten Vorteil erarbeiten konnten.
Detlev Birnbaum (Brett 3) hatte sich auch dank guter Eröffnungskenntnisse einen großen Vorteil sichern können, diesen möglicherweise auch im Bewußtsein des schon gewonnenen Wettkampfes aber nicht optimal verwertet, so daß Zuschauer und die anderen Spieler in der letzten noch laufenden Partie ein interessantes Springer-Endspiel verfolgen konnten:


Umrahmt von einer Weihnachtsfeier mit Fingerfood und Glühwein fand das Dezember-Turnier der offenen Blitzschachserie des Schachclub Viernheim statt. Am Ende konnten sich etwas überraschend die drei Vertreter des geschäftsführenden Vorstands vor den ebenfalls teilnehmenden und nominell favorisierten Internationalen- und FIDE-Meistern durchsetzen. Stefan Spiegel erwischte mit 13 Punkten aus 14 Partien einen besonders guten Tag und gab nur gegen die beiden anderen Stefans jeweils ein Remis ab, konnte aber alle anderen Gegner schlagen. Stefan Martin sicherte sich mit 12 Punkten dank besserer Feinwertung den zweiten Platz, gefolgt von Stefan Schmidt mit ebenfalls 12 Punkten.
Im zweiten Chess960-Turnier (Partien mit abweichender Anfangsaufstellung der Figuren) konnte sich erneut FM Michael Müller durchsetzen, und führt damit auch deutlich in der Gesamtwertung.
