Kreuzstraße 2-4, 68519 Viernheim info@schachclub-viernheim.de Freitags: Jugend 18:00 - 20:00 und Erwachsene 20:00 - 24:00

Chronik

Seit fast 100 Jahren wird in Viernheim Schach gespielt. Bereits 1923 wurde nämlich ein Schachclub Viernheim in den Südwestdeutschen Schachbund aufgenommen. Der heutige Verein wurde allerdings erst am 25.10.1934 gegründet.

Bis zum Ende der 1960er Jahre nahm der SC mit nur einer Mannschaft am Spielbetrieb im Schachbezirk Mannheim teil. Der Bevölkerungszuwachs in Viernheim und der Fischer-Boom bewirkten in den 1970er Jahren eine erste Blütezeit. Maßgeblich geprägt vom Vorsitzenden Adolf Breiling, dem Kassenwart Helmut Reinhardt und dem Jugendleiter Theo Schreck konnte der SC schon bald fünf Mannschaften an die Bretter schicken, eine Zahl, die sich bis heute gehalten hat. 1975 nahm eine Viernheimer Jugendmannschaft mit Richard Schreck, Thomas Striebig, Jürgen Fuchs, Roland Matern und Uwe Pfenning an der Deutschen Vereinsjugendmannschaftsmeisterschaft in Hamburg teil, Betreuer waren damals Theo Schreck und Eberhard Beikert. Im gleichen Jahr bezog der SC auch sein bis heute genutztes Domizil im Seminarraum 3 des damals neu gebauten Bürgerhauses, was insbesondere für die Jugendarbeit bessere Rahmenbedingungen bot als die bis dahin üblichen Nebenräume wechselnder Gaststätten.

1978 gelang Jugendspielern des Vereins ein seitdem nie mehr wiederholter Coup: Andreas Mandel, Hakan Horata, Raimund Käser, Thomas Teichmann, Stefan Martin und Helmut Klee gewannen mit der Mittelstufenmannschaft der Albertus-Magnus-Schule die Deutsche Schulschachmeisterschaft in der Wettkampfklasse II. Die damals neu gegründete Schach-AG wurde seit damals und für viele weitere Jahre von Bruno Orth geleitet und war den Jugendspielern des Vereins eine zweite schachliche Heimat. Anfang der 1980er Jahre übernahm Wolfgang Kalbrunner das Amt des ersten Vorsitzenden und wenig später Heinz Mandel das Amt des Rechnungsführers.

Auf Initiative des späteren Vorsitzenden Eberhard Beikert richtete der Verein zu seinem 50-jährigen Bestehen 1984 den Badischen Schachkongress aus, damals noch eine Großveranstaltung mit etwa 500 Teilnehmern. Gleichzeitig gelang dem Verein in den Saisons 1982/83 und 1983/84 ein Doppelaufstieg von der Landesliga über die Verbandsliga in die Oberliga. 1984 wurden der Viernheimer Stefan Martin mit der Mannschaft der Universität Mannheim Deutscher Hochschulmeister. Im gleichen Jahr konnte der SC erstmals mit Reiner Junker und Detlev Birnbaum erfahrene Schachspieler zum Vereinswechsel nach Viernheim bewegen.

Kontinuierliche Aufbauarbeit führte dann 1987/88 zum Aufstieg in die zweite Bundesliga Südwest. 1988 übernahm Walter Uhlemann von Eberhard Beikert das Amt des Vorsitzenden. Dem Abstieg 1988/89 folgte der sofortige Wiederaufsteig 1989/90 und in der Folge die Etablierung des SC in der zweiten Bundesliga. Auf Initiative von Alexander Stromer und Walter Uhlemann war der Anfang der 1990er Jahre auch durch zahlreiche freundschaftliche Auslandskontakte und Vereinsreisen geprägt, beispielsweise in die Viernheimer Partnerstadt Franconville, aber auch nach Dresden, Bordeaux und Leningrad. Damals verpflichtete der SC mit Igor Rausis, Andrej Sokolovs und Jean-Luc Seret auch seine ersten ausländischen Verstärkungen.

1992 führte der SC ein IM-Turnier, 1995 ein GM-Turnier durch. 1993 errang mit Günther Beikert der erste Viernheimer den Titel des Internationalen Meisters, Andreas Mandel tat ihm dies wenig später gleich. Die erste Mannschaft spielte inzwischen in der zweiten Bundesliga oben mit und in der Saison 1997/98 gelang erstmals der Aufstieg in die erste Bundesliga.

Das Jahr 1999 schließlich brachte in der Vereinsgeschichte gleichzeitig einen Kulminationspunkt und einen Umbruch. Zum zweiten Mal wurde der badische Schachkongress ausgerichtet und der Verein spielte in der ersten Bundesliga. Im gleichen Jahr musste der Verein aber auch den Verlust seines langjährigen Rechnungsführers Heinz Mandel verkraften, der nach schwerer Krankheit verstorben war. Walter Uhlemann zog sich aus persönlichen Gründen als erster Vorsitzender zurück und nach dem Abstieg aus der ersten Liga verließen mehrere Spieler der Bundesligamannschaft den Verein.

Mit Mühe gelang es dem SC in den Folgejahren, sein sportliches Niveau zu halten, während Uwe Pfenning als neuer Vorsitzender mit den Schachtagen im Rhein-Neckar-Zentrum und dem Engagement für ein freiwilliges soziales Jahr im Schach neue Wege beschritt. Walter Uhlemann baute nach seinem Rückzug von der Vereinsspitze an mehreren Viernheimer Schulen Schach-AGs auf.

2011 übernahm ein neues Team unter Leitung von Stefan Schmidt die Führung des Viernheimer Schachclubs. Dies hat zu einer spürbaren Intensivierung der Vereinsaktivitäten geführt; in der Saison 2012/13 gelang der zweite Aufstieg in die erste Bundesliga. Durch persönliches Engagement gelang es, das Beratungsunternehmen d-fine als langfristigen Sponsor zu gewinnen. d-fine blieb dem Schachclub auch nach dem Abstieg in die  zweite Bundesliga treu. Vielmehr plante man bereits 2016 die Rückkehr in die höchste deutsche Spielklasse, allerdings mit einem deutlich verstärkten Kader, dem derzeit auch die Nummer 2 der Welt, GM Shakhriyar Mamedyarov angehört. In der Saison 2017/18 wurde der Schachclub Viernheim Meister in der 2. Bundesliga Süd und steigt zum dritten Mal auf. In Saison 2018/19 erreicht man einen hervorragenden fünften Platz und die Qualifikation zur Europäischen Clubmeisterschaft ECC, die im Herbst in Montenegro stattfindet.

Heute ist der SC ein gesunder Verein mit breit aufgestellter und erfolgreicher Jugendarbeit, Kontakten zu Universitäten in der Nachbarschaft sowie im ganzen Bundesgebiet, vielfältigen Turnierangeboten am Clubabend, einem engagierten Vorstand und spielstarken Mannschaften von der ersten Bundesliga bis zur Einsteigerklasse, in dem sich Schachspieler jeden Alters und jeder Spielstärke wohlfühlen.

Stefan Schmidt

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