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Kreuzstraße 2-4, 68519 Viernheim info@schachclub-viernheim.de Freitags: Jugend 18:00 - 20:00 und Erwachsene 20:00 - 24:00

    Erster in der ersten Liga - und in der zweiten auch!

    „Spitzenreiter!“ steht an dieser Stelle gelegentlich. Heute könnte es hier gleich doppelt stehen. Unsere erste Mannschaft in der Bundesliga sowie unsere zweite Mannschaft in der zweiten Liga Süd haben ein sportlich perfektes Wochenende mit jeweils zwei Siegen absolviert. Die Belohnung: Platz eins in der Tabelle, jeweils vor Baden-Baden bzw. deren Zweitvertretung. Der einzige Wermutstropfen war technisch/organisatorischer Natur, eine nicht funktionierende Liveübertragung der Bundesliga aus München.

    Teamversammlung im Streaming-Raum, wo es viel zu erzählen, aber mangels funktionierender Liveübertragung wenig zu kommentieren gab. | Foto: Stefan Spiegel

    Spieltag für Spieltag leisten wir als einziger Verein der Schachbundesliga einen erheblichen Aufwand, indem wir neben unseren Großmeistern unser Streaming-Team mitbringen. Davon profitieren wir, die Liga und nicht zuletzt unsere Gegner, deren Spieler immer wieder Gelegenheit bekommen, sich auf unserem Kanal zu präsentieren. An diesem Wochenende etwa war unter anderem WM-Kandidat Matthias Blübaum bei Ilja Zaragatski und Angelika Valkova zu Gast.

    Matthias Blübaum zu Gast bei Angelika Valkova und Ilja Zaragatski. | Foto: Stefan Spiegel

    Umso ärgerlicher, wenn wir mit Streaming-Team anreisen, aber es nichts zu kommentieren gibt, weil die Live-Übertragung der Partien nicht funktioniert. Und noch ärgerlicher, wenn diejenigen, die keine Liveübertragung zustande bringen, sich nicht helfen lassen wollen. Vor einigen Monaten in Mülheim war es uns gelungen, die nicht laufende Liveübertragung per Fernwartung zu reparieren. Jetzt in München war keine Hilfeleistung möglich. Letztlich lag es an nicht oder unzureichend fixierten Kabeln, dass an beiden Tagen beide Kämpfe kaum oder gar nicht zu verfolgen waren. „So macht man die Fan-Gemeinde kaputt“, sagt unser Teamchef Stefan Martin. „Sehr schade.“

    Nach EM-Bronze nun Bundesliga mit Viernheim: Dinara Wagner. | Foto: Angelika Valkova

    Von unseren drei neuen Europameistern (Igor Kovalenko und Anton Korobov mit der Ukraine, Jorden van Foreest im Einzelblitz) kam in München Jorden zum Einsatz. Dazu Dinara Wagner, die mit der deutschen Mannschaft immerhin EM-Bronze gewonnen hat. Sportlich war das Auftaktmatch gegen MSA Zugzwang angesichts eines Elo-Unterschieds von fast 200 Punkten die zu erwartende klare Angelegenheit.

    Jorden van Foreest eröffnete den Reigen, indem er die Bastion von Vitaly Kunin rasch zertrümmerte. Georg Meier unterstrich seine gute Form mit einem klaren Sieg, Bassem Amin gewann, ebenso Jan-Krzystof Duda mit einem strategischen Meisterstück. 6,5:1,5 stand es schließlich.

    Georg Meier schon vor Partiebeginn in bester Laune. | Foto: Angelika Valkova

    Tags darauf waren wir im Schnitt „nur“ 65 Elopunkte favorisiert. An einem guten Tag, das wissen wir aus Erfahrung, sind die SF Deizisau ein Team, das uns Schwierigkeiten bereiten kann. Diesmal hatten sie keinen guten Tag – der damit begann, dass Gata Kamsky seine Weißpartie gegen Jorden schon in der Eröffnung remis gab. Der Niederländer nutzte die Gelegenheit, unseren Stream zu eröffnen. Dort verkündete er dem erstaunten Publikum, Ilja und Angelika seien gefeuert. Dass das nicht stimmte, offenbarte sich wenig später, als die beiden „Gefeuerten“ dazustießen und trotz des Übertragungsdebakels eine sehenswerte, informative wie unterhaltsame Schach-Show ablieferten.

    "Ilja und Angelika sind gefeuert": Jorden van Foreest als Stream-Gastgeber. | Foto: Stefan Spiegel

    Zu Jordens Punkteteilung am dritten Brett kamen zwei weitere an den ersten beiden Brettern. Aber ab Brett vier sollten wir nur einen weiteren halben Zähler lassen. „Eine ganz klare Sache“ sei es an den hinteren Brettern gewesen, erklärte Stefan Martin am Sonntagabend nach dem 6:2. Glänzend einmal mehr Georg Meier, dessen Gegner trotz materiellen Gleichstands aufgab, nachdem er glatt überspielt worden war. Besser noch Alexey Sarana und Bassem Amin, die einzigen beiden Spieler der Liga mit nun vier Punkten aus vier Partien.

    Heim-Wochenende 10./11. Januar

    Da Spitzenreiter Wolfhagen Deizisau unterlag und die Baden-Badener, kurioserweise zu siebt, gegen den FC Bayern einen Zähler ließen, sind wir nun Tabellenführer: Vier Matches, vier Siege, als einzige Mannschaft 8:0 Punkte. Das darf gerne so weitergehen. Am 10./11. Januar treffen wir daheim auf den FC St. Pauli (mit Magnus Carlsen?) und den Hamburger SK.

    Spitzenreiter ist auch die zweite Mannschaft, die mit zwei Siegen aus Bad Mergentheim heimkehrte. Der erste dieser Siege, gegen den gastgebenden Bundesliga-Absteiger und Aufstiegskandidat SF Bad Mergentheim, war nicht zu erwarten gewesen. Das 4,5:3,5 verdanken wir unter anderem unserem Neuzugang und Jungtalent Bayastan Sydykov, der am Samstag in beiderseitiger Zeitnot gegen Großmeister Tomas Laurusas die Nerven behielt. Am Ende setzte er den Mergentheimer GM sogar matt.

    Arik Braun punktete doppelt. | Foto: Stefan Spiegel

    Bemerkenswert auch das solide-druckvolle Spiel von Arik Braun, dem am ersten Brett mit GM Maxim Rodshtein ein Elo-Schwergewicht gegenübersaß. Arik ließ keine Zweifel aufkommen, dass auch dieser Punkt nach Viernheim geht. Ein ordentliches Zweitliga-Debüt feiert Martin Istona, der mit Schwarz ohne große Mühe gegen IM Alexander Gasthofer remisierte.

    Tags darauf gegen den Tabellenletzten Nickelhütte Aue gelang uns ein Kantersieg – 6:2. Arik an Brett eins hatte eigentlich schon nicht mehr mit einem Gegner gerechnet, da die Auer ohne ihren GM Roman Slobodjan antraten. Aber dann rückten die Auer auf, und den kampflosen Sieg bekam Maximilian Meinhardt. Arik bekam stattdessen die Gelegenheit, sich seinen zweiten Punkt an diesem Wochenende am Brett zu verdienen. Einen solchen verdiente sich auch Bayastan, der laut Teamchef Michael Müller „strategisch sehr gut spielte“ und gewann.

    Tatsächlich führen wir jetzt die Zweite Liga Süd mit 9:1 Punkten an, zwei Zähler vor der Zweitvertretung der OSG Baden-Baden. Angetreten waren wir eigentlich, um die Klasse zu halten, nach Möglichkeit ohne Zitterpartie. Vor der Saison hatte das Liga-Orakel für uns eine Abstiegswahrscheinlichkeit von knapp 50 Prozent errechnet. Jetzt, nach fünf Spieltagen, ist dieser Wert auf 0 Prozent gesunken. 

    Conrad Schormann

    Unser Hauptsponsor

    Wir sind der SC Viernheim 1934 e.V.

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