• So sehen Sieger aus
    So sehen Sieger aus

    Die Gewinner beim Simultan der Uni Mannheim: Thomas Kapfer (hellrotes Hemd, SC Waldbronn), Annmarie Mütsch (SC Viernheim), IM Christian Mann (SC Eppingen, 2.vr). Die Gratulanten sind IM Maximilian Meinhardt, GM Sebastien Mazé und  Markus von Rothkirch (d-fine) (vlnr)

Seminarreihe 2018/2019 mit GM Lanka und IM Wegerle

Geschrieben von Stefan Sp. am .

Auch in der Saison 2018/2019 werden GM Zigurds Lanka und IM Jörg Wegerle wieder eine Reihe an Seminaren abhalten, die wie gewohnt ebenso unterhaltsam wie auch lehrreich sein werden.

Informationen zu Terminen, Themen und Anmeldemöglichkeiten gibt es in dem Flyer, der hier heruntergeladen werden kann.

Lanka Seminar

Nachfolgend eine von Holger Witt verfaßte, ausführliche Beschreibung:

Seit 2015 führt GM Zigurds Lanka mit dem SC Viernheim Seminarreihen durch, die sich an motivierte Amateurspieler bis hin zum Meister richten. Zigurds Lanka wird uns auch in der Saison 2018/19 mit Humor und Witz, einer eigenen Sprache und viel Erfahrung aus 50 Jahren Schachpraxis begeistern. Viele Amateure bekommen in den Seminaren erstmals einen Eindruck davon wie man richtig Schach spielt. Zusätzlich gibt es exklusive Seminarunterlagen im Chessbase-Format zur Nachbereitung. Und so mancher Meisterspieler nimmt Ideen, Feinheiten und wertvolle Praxistipps aus den Seminaren mit.

Die Kunst der Bauernführung von Hans Kmoch war und ist ein Klassiker der Schachliteratur. Aber die alleinige Lektüre des Meisterwerkes kann schon etwas dröge sein. Wir haben da was im Angebot: Bauernführung „lettische“ Art. Unser Trainer Zigurds Lanka wird Ihnen in dieser Seminarserie zeigen, welche Dynamik in den kleinen Burschen steckt. Dynamisches Schach spielen wie die ganz Großen ihrer Zunft? Drauf gehen wie Tal und Fischer, angreifen wie Smyslow und Botwinnik? Wer will das nicht? Und hier sind seine fünf Seminarthemen:

1.) Subtil war Gestern – Angreifen in der g-Linie.

Werden sie Fred Feuerstein im Schachverein

Das Manöver ist nicht neu: schon Fischer spielte in Siegen 1970 Kg-h1, Tg1 und g4 gegen Ulf Andersson, mit durchschlagendem Erfolg. Und es gibt auch aus der jüngsten GM-Praxis zwei prominente Beispiele, bei denen es auf der g-Linie kalt in die gegnerische Stellung zieht. Berlin, Kandidatenturnier 2018: Kramnik-Aronian und Aronian-Kramnik! Die Schwarzpartie von Kramnik ist jetzt schon als Berlin-Airlift in die Geschichte eingegangen.

Wenn schon veritable 28er hier zweimal hintereinander die Segel streichen, wie gefährlich ist dann erst der g-Keule schwingende Amateur beim B-Open oder Verbandsspiel? Unser Trainer Zigurds Lanka wird ihnen zeigen, wie man das macht. Natürlich spielen dabei Signalzüge des Gegners eine wichtige Rolle. Wenn Sie die erkennen, dann können sie auch mal beim nächsten Open die Keule zücken, und im Cros-Magnon-Stil die Partie gewinnen.

2.) Der Rammbock – Durchbruch im Zentrum

Die Wikinger das Fürchten lernen

Wehe wenn er losgelassen: der d-Bauer muss hinter Schloss und Riegel, das wussten schon die alten Meister wie Aaron Nimzowitsch. Sonst setzt er sich mit fürchterlicher Kraft in Bewegung, sogar unter Opfer. Als Rammbock geht er dann durch die schwarze Stellung wie ein heißes Messer durch die Butter.

Anhand von Partien gegen Skandinavisch und das Angenommene Damengambit zeigt Zigurds Lanka, wie man das macht. Dabei spielt die Dame-Läufer-Batterie und die Zerstörung der gegnerischen Rochadestellung eine wichtige Rolle. Wer möchte den Skandinavischen „Langeweilern“ nicht mal auf diese Weise das Fürchten lehren.

3.) Lawinenkunde für Schachspieler – das bewegliche Bauernzentrum

Wenn schon ein Landwirt allein Angst und Schrecken verbreiten kann, wie ist es dann, wenn sie zu zweit losrollen? Wann herrscht Lawinengefahr auf dem Schachbrett? Und wie kann man durch ein Schneebrett von Zentrumsbauern die gegnerische Stellung abräumen?

Unser lettischer Trainer zeigt ihnen typische Motive beim Angriff mit beweglichem Bauernzentrum anhand von Spanischen Partien und Partien aus dem Damengambit. Dabei lernen sie auch den „Dosenöffner“ sowie seinen Freund den „Rammbock“ kennen und sie lernen, die Bedeutung er Rochade richtig einzuschätzen.

4.) Lecker Isolani – Angriffsrezepte aus der Bauernküche

Viele Spieler fürchten sich vor dem Isolani, weil er eine Endspielschwäche ist. Zu Recht? Nein, denn wenn man gegen den Kerl mit dem Kreuz auf dem Hut spielt, gibt es kein Endspiel, wenn der Königsangriff durchkommt. Der Isolani hilft hier ungemein. Schon die Weltmeister Botwinnik und Smyslow haben gezeigt, welches Potential in dem Einzelgänger auf d4 bzw. d5 stecken.

Als Sitzstange für den Springervorposten ist er hervorragend geeignet; und dann gibt es halboffene oder offene Linien, über die man die Türme schwenken kann; und die Läufer Dame-Batterie und natürlich wieder den „Rammbock“; ein Fest für jeden Angriffsspieler. Und das Beste zum Schluss: Es gibt fast keine Eröffnung, aus der sich nicht eine Isolani-Stellung hervorzaubern ließe: Caro-Kann, Französisch, Sizilianisch, abgelehntes und angenommenes Damengambit, Nimzowitsch-Indisch etc. pp. Wer eine universelle Angriffswaffe gegen fast alles sucht, der ist hier richtig.

5.) Mit „alles“ und scharf – auf Angriff spielen mit dem Wolga-Benkö-Gambit

Mit Schwarz gegen d4 auf Gewinn spielen ist schwer – sehr schwer, wenn der Gegner weiß, was er tut. Doch gegen die Zugfolge d4, c4 von Weiß gibt es was mit ordentlich Paprika, das auch gegen den nicht zu unterschätzenden Vier-Bauern-Angriff im Königinder einsetzbar ist: Das Wolga Gambit.

Der Ungar Pal Benkö war der erste, der diesen Hybrid aus Blumenfeld-Gambit und Königsindisch spielte und unser Trainer Zigurds Lanka war damals sofort Feuer und Flamme. Seit über 40 Jahren spielt er es selbst mit Schwarz und bei vielen seiner Gegner brannte es zweimal: Erst in der Partie, dann bei der Analyse.

In diesem Intensivseminar zeigt er Ihnen erst alle schwarzen Angriffsideen und dann die weißen Verteidigungsstrategien. Lanka hat die Eröffnung mit seinem Adjutanten Stockfish komplett neu aufbereitet und analysiert und kommt zu dem Prädikat „sehr empfehlenswert“. Wovor haben sie Angst? Es ist doch nur ein Bauer! Steigen sie ein in die Welt des dynamischen Schachs, wo Material sich in Zeit verwandelt und sie mit Bauer weniger sogar die Damen tauschen können – der Angriff geht einfach weiter.

Ganz neu im Seminarprogramm sind Endspiele! Amateure schrecken vor diesem Thema oft zurück. Zu Unrecht, denn hier lassen sich viele Punkte holen, wenn man weiß wie es geht. IM Jörg Wegerle „droht“ seinen Gegnern gerne mit der Abwicklung ins Endspiel und wird Ihnen erklären, wann das eine Option ist und wann man es besser bleiben lassen sollte. Auch wird er zeigen, wann man konkrete Varianten rechnen muss und wann allgemeine Heuristiken zum Überleben ausreichend sind. Das Wissen um diese Unterscheidung spart Zeit und Kraft und bringt Punkte.

Wegerles wunderbare Welt der Endspiele, Teil 1 + 2 oder: It is not over until the Fat Lady sings.

Im ersten Teil werden wir uns mit häufig vorkommenden Endspielen wie Turm + 4 Bauern gegen Turm und + 3 Bauern beschäftigen, aber auch Klassikern wie Läufer gegen Springer und Turm Läufer gegen Turm und Springer.

Im zweiten Teil wird es dann etwas komplizierter. Dame und 2 Läufer gegen Dame und Turm, sowie Turm, Läufer und Bauern gegen Turm, Springer und Bauern sind hier Gegenstand der Analyse. In der Praxis kommen diese Endspiele ebenfalls häufig aufs Brett. Aber keine Angst, der freundliche aus der Viernheimer Jugend stammende Endspielriese wird auch hier für die nötige Klarheit sorgen. So gestärkt sollten ihnen auch eine Rettung gelingen, wie in den Partien Wegerle-Potkin, Barcelona 2015 oder Gormally-Wegerle, Hastings 2013/14; oder sie schaffen es, einen wesentlich stärkeren Gegner eine Halben abzutrotzen, wie in Wegerle-Andersson 2008.

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Verstanden!