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    Schach in der Klimakrise

    Mitglieder diskutieren die Auswirkungen der Klimakrise auf den Schachclub

Schach der Klimakrise

Geschrieben von Stefan Sp. am .

(von Günther Beikert)

Die Klimakrise ist die größte Herausforderung in der Geschichte der Menschheit. Wir erleben derzeit eine durch menschliche Emissionen von Treibhausgasen (vor allem CO2) verursachte Erderhitzung. Die Erde hat sich bereits um ca. 1 Grad erwärmt und droht sich bis zum Ende des Jahrhunderts um weitere 4-8 Grad zu erwärmen.

Die Staatengemeinschaft hat sich 2015 in Paris darauf verständigt, die Erwärmung auf 2,0 Grad zu begrenzen (also noch 1 weiteres Grad). Der Weltklimarat IPCC hat 2018 dringend empfohlen, die Erwärmung stattdessen sogar auf 1,5 Grad zu begrenzen. Der Unterschied zwischen den Szenarien 1,5 Grad und 2,0 Grad bezüglich des Einflusses auf die menschliche Zivilisation sei drastisch.

Klimakrise Statue

(C) Wikimedia Commons

Die Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 Grad erfordert weltweit bis 2030 eine Minderung der CO2-Emissionen um 45%, verglichen mit dem Niveau von 2010. Bis 2050 muss weltweit die Netto-Null erreicht werden. Dies ist laut dem IPCC möglich, erfordert aber schnelle, weitreichende und beispiellose Änderungen in allen Bereichen der Gesellschaft.

"Alle Bereiche der Gesellschaft" schließt natürlich die Staaten und die Unternehmen ein, aber auch Freundeskreise, Familien, Peer Groups, Verbände und Vereine.

Der Schachclub Viernheim hat sich in der Jahreshauptversammlung am 28. Juni 2019 mit seinem Teil der Verantwortung auseinandergesetzt. Er hat sich nahezu einstimmig zu dem Ziel der internationalen Staatengemeinschaft bekannt, die globale Erwärmung auf 1,5 Grad bis maximal 2 Grad zu begrenzen. Er ist die Selbstverpflichtung eingegangen, angesichts seiner Mitverantwortung das seinige zur Zielerreichung beizutragen.

Aufgrund seines Engagements in der 1. Schachbundesliga und in der Oberliga Baden veranlasst der Verein Flugreisen von auswärtigen Spielern zu den Spielorten in Deutschland sowie Reisen zu Auswärtskämpfen. Die hierdurch verursachten Emissionen an Treibhausgasen belaufen sich für die zurückliegende Saison brutto auf ca. 40 Tonnen CO2-Äquivalent (Co2e). Darauf entfallen 37 Tonnen auf Flugreisen und 3 Tonnen auf Autofahrten. Berücksichtigt man, dass ein Teil der angereisten Spieler vor oder nach ihrem Einsatz für Viernheim noch weitere Turniere in der Nähe spielten, reduziert sich der CO2e-Fußabdruck auf ca. 30 Tonnen. Zum Vergleich: Um das 2-Grad-Ziel zu erreichen, darf jeder Erdbewohner bis 2050 pro Jahr ca. 2,3 Tonnen CO2 emittieren.

Wie der Schachclub künftig mit diesen Emissionen umgeht, wurde auf der JHV noch nicht beschlossen. Dies wird Thema eines Strategieworkshops im September 2019 sein. Um in das CO2-Management einzusteigen, hat die JHV aber erstmals für die neue Saison neben dem üblichen Finanzbudget auch ein CO2e-Budget beschlossen. Die Mitglieder haben den Vorstand ermächtigt, in der Saison 2019/2020 CO2e-Emissionen von maximal 35 Tonnen zu veranlassen.

Klimakrise FIDE

(C) Günther Beikert

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Verstanden!